Besuch von Schülerinnen/Schülern einer Sonderschule aus Oberursel.


28.November 2005

 

Blumen überreichen ein zauberhaftes Gesteck
Vorführung mitmachen Kuchen aufnehmen
Tee holen Kuchen verteilen
mit der Teeschale umgehen gut beobachten und geniessen

Herzlichen Dank für Ihren so lieben Besuch!!!

 

Jugendliche begeben sich auf den Teeweg

 

Die Teezeremonie beruht auf der Zen-Philosophie des Chado (Teewegs). Es handelt sich bei dieser uralten Tradition aus Japan, um den ritualisierten Genuß einer Schale Tee. Erlernt wird jedoch nicht nur der einem strengen Regelwerk unterworfene, ineinander greifende Ablauf der Zeremonie, sondern vielmehr eine innere Feinfühligkeit, eine Harmonie zwischen Mensch und Natur. Der Respekt zwischen dem Gastgeber und den Gästen, die Achtung vor den Teegerätschaften und die Ruhe der Handlung bilden eine absolute Einheit.

 In der vergangenen Woche trafen 12 SchülerInnen (17Jahre) der Albrecht-Strohschein-Schule in Oberursel, einer staatlich genehmigten Sonderschule, die nach dem Konzept der anthroposophischen Heilpädagogik arbeitet, in der Teezeremonieschule "IORI" von Frau Shiroya in Bad Soden ein. Gemeinsam mit Frau Shiroya und ihren Schülerinnen wollten sich die Jugendlichen auf die ersten Schritte des Chado begeben.

Nach einer herzlichen Begrüßung wurde es sehr bald still im Raum, man hörte nur noch das leise Ton des heißen Wassers im gußeisernen Teewasserkessel. Dieser flüsternde Klang wird auf japanisch als "Kieferwindgeräusch"bezeichnet.

Nach und nach traten die Gäste, drei Schüler aus der Gruppe, in den Teeraum ein. Vor dem Darreichen der dampfenden Teeschalen wurden die japanischen Süßigkeiten gekostet. Diese sollen den herben Geschmack des Tees verfeinern.

Auch die zuschauenden Jugendlichen nahmen aktiv Teil und genossen in Ruhe das hausgemachte japanisch Backwerk und den Tee.

Anschließend wurden die Eindrücke untereinander ausgetauscht und der Tee, der eigentliche Protagonist der Zeremonie, kommentiert: "Er sei lecker und mal was anderes," meinte Theo und "er sehe so grün aus wie ein Frosch," erklärte Katrin. Kerstin, aktive Teilnehmerin in der Teezeremonievorführung, meinte über das lange Knien auf den Tatamimatten: "Zum Glück haben wir das vorher geübt, sonst wäre das nicht gegangen." Ihr kann ich nur beipflichten: Übung macht den Meister. Insgesamt eine gelungene Begegnung, die den Jugendlichen einen Einblick in eine ihnen vollkommen fremde Kultur ermöglichte.

verfasst von Anna Schreibweis

 

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